Ein Wochenende in den Cordilera Blanca, 01.11.16

Nun ist auch der Oktober wieder Geschichte und damit der zweite Monat, den ich in Lima verbringe. Gerade erst liegt ein fantastisches Wochenende hinter mir, an dem ich die Cordilera Blanca, die zweitgrößte Gebirgskette der Welt, besucht habe. Gewohnt haben wir in Huaraz. Trotz strapaziöser Wanderungen in ungewöhnten Höhen und damit einhergehenden Kopfschmerzen war es eine lohnenswerte Reise. Die Landschaft war unglaublich und hat mich mehr als entschädigt. Auf dem Weg habe ich auf viele mehr oder weniger fitte "Kletterer", unter anderem aus Norwegen und Deutschland, getroffen, mit denen ich den harten Aufsteig zur Lagune 69 zurücklegen konnte. So ist also die aktuelle Lage, in diesem Sinne: ¡hasta luego!

So läuft die Arbeit, 26.10.16

Die meisten Arbeitstage machen mir mittlerweile Spaß. Ich glaube, dass ich mich an die Kinder und das Leben im Heim gewöhnt habe. Abgesehen vom eher mittelprächtigen Heimessen ist es inzwischen ganz normal geworden, täglich ins Heim zu kommen. Auch viele der Jungs, bei denen ich mich am Anfang gefragt habe, was ich bloß mit ihnen anfangen soll, sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Wir spielen immer mal wieder Fußball oder Tischtennis - übrigens bin ich Gewinner eines heiminternen Turniers :-). Außerdem gebe ich regelmäßig Englischunterricht an staatlichen Schulen, der mal mehr und mal weniger rund läuft. 

Mein erster Monat, 04.10.16

Am letzten Sonntag war es soweit: Ich schreibe mein vierwöchiges Lima-Jubiläum. Bis vor kurzem war es für mich noch unvorstellbar, einen Monat in einer lateinamerikanischen Metropole zu verbringen, geschweige denn ein ganzes Jahr. Die Zeit war anstrengend, aber auch voller Erfahrungen: Ich habe viele neue Menschen getroffen, zum Beispiel die Mitarbeiter und Kinder im Heim, die Schwestern und Brüder unserer Gastmutter, einen anderen Freiwilligen aus Hong Kong und die Straßenwächter meiner neuen Heimatdresse in Lima; und natürlich nicht zu vergessen die Haushündin Leyka. Ich habe in dieser Zeit auch schon einiges über die peruanische Kultur gelernt, beispielsweise die Vorliebe für reichhaltige, nahrhafte Mahlzeiten, die chronischen Verspätungen oder die notorisch ungeduldige Fahrweise. Apropos: Der Verkehr raubt einem teilweise die letzten Nerven und es grenzt an ein Wunder, dass wir noch keinen Unfall live erlebt haben. In diesem Sinne, eine sichere Zeit und viele Grüße!

Ausflug in die Oase Huachacina, 26.09.2016

Langsam aber sicher bekomme ich Routine in meinen Alltag. Die Arbeit im Heim und der lange Weg dorthin sind zwar zum Teil immer noch anstrengend, aber zumindest überfordert mich das Ganze nicht mehr so wie am Anfang. Im Heim bringen wir den Kindern Englisch bei, außerdem helfen wir in zwei Schulen. Auch dort geben wir bis zu 30 mehr oder weniger motivierten Schülern Sprachunterricht. Aber neben der Arbeit muss natürlich auch Zeit sein, um etwas im Land zu sehen. Am letzten Wochenende haben wir die Stadt Ica und die Oase Huachacina besucht haben, die südlich von Lima liegen. Ein toller Ausflug und eine gute Abwechslung zur hektischen Großstadt.

Erste Bilder aus Lima, 13.09.16

Eine Woche ist vorbei, 12.09.16

Nun bin ich also "schon" eine Woche in Lima. Es war sehr intensiv, ich habe jede Menge erlebt. Das Wochenende war wirklich großartig. Zusammen mit meiner Gastfamilie waren wir in der Altstadt und am höchsten Punkt der Stadt, dem Cerro San Cristobal. Am Abend haben wir das Künstlerviertel Barranco erkundet. Auch die Arbeit bei CEDRO nimmt langsam Fahrt auf, ich gewöhne mich allmählich an die doch sehr einfache Umgebung und Einrichtung. Insgesamt also zeigt der Trend nach oben, das Heimweh ist deutlich besser geworden. Ich bin wirklich froh, die ersten, schwierigsten Tage hinter mir zu haben. 

Jetzt bin ich hier, 06.09.16

Also, seit zwei Tagen bin ich in Lima, und ich muss ehrlich sagen, so richtig verstanden habe ich noch nicht, dass ich über 10.000 Kilometer von daheim weg bin. Mir geht es im Moment nicht so gut, ich habe ziemliches Heimweh und weiß nicht, was die nächsten Tage und Wochen bringen werden. Heute werden wir wahrscheinlich anfangen, die Stadt zu erkunden, und bald wird dann auch die Arbeit bei CEDRO beginnen. Ich hoffe, durch die Ablenkung wird es besser. Ich melde mich in einigen Tagen wieder.

So langsam wird´s ernst, 18.07.16

Nur noch knapp 1 1/2 Monate bis zur voraussichtlichen Abreise. Heute war ich in der peruanischen Botschaft um mein Visum zu beantragen, was glücklicherweise ohne Probleme geklappt hat. So langsam steigt die Aufregung, aber gleichzeitig auch die Vorfreude. Und natürlich muss vor so einer großen Reise auch die ein oder andere Vorbereitung getroffen werden, wie Impfungen oder das bald anstehende Vorbereitungsseminar. Noch kurz zu den Spenden: Im Juni haben wir eine sehr gelungene Open-House-Party veranstaltet. Danke an alle die gespendet haben! Oder noch spenden wollen ... 

Über Lima, 08.05.16

Lima ist die Hauptstadt des südamerikanischen Anden-Staates Peru und die mit Abstand größte Stadt des Landes. Sie hat knapp 9 Millionen Einwohner. Lima ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die Altstadt von Lima wurde 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Lima ist die trockenste Hauptstadt der Welt. Zu diesem Thema empfehle ich das interessante Video "Lima am Limit" über die Wasserversorgung in Lima.

Die Situation der Kinder in Peru, 05.05.16

Die Situation für viele Kinder in Peru ist alles andere als gut: Viele leiden unter Armut und auch Hunger. In Lima beispielsweise arbeiten viele Kinder im „informellen Sektor“, das heißt, sie tragen durch Arbeiten wie Schuhputzen zum Familieneinkommen bei. Außerdem werden nur 75 % der schulpflichtigen Kinder eingeschult. 17 % brechen die Schule ab und 26 % zwischen 6 und 17 Jahren arbeiten. 50.000 von ihnen sind sogar Gefahren und Risiken ausgesetzt, zum Beispiel bei der harten körperlichen Arbeit in Minen. Umso wichtiger ist es, ihnen eine bessere Zukunftsperspektive bieten zu können. Ich will auf jeden Fall dazu beitragen, die Situation der Kinder und Jugendlichen zu verbessern.

Warum spenden, 04.05.16

Das weltwärts-Programm wird aus staatlichen Mitteln finanziert. Aber nicht vollständig: Die Entsendeorganisationen (in meinem Fall VIA e.V.) müssen selbst einen Teil der Kosten übernehmen. Damit die weltwärts-Idee auch künftig funktioniert, verpflichten sich alle Freiwilligen, Spenden zu sammeln. Die Spenden tragen dazu bei, dass möglichst viele Freiwillige diesen Dienst absolvieren können, auch diejenigen, denen wenig Geld zur Verfügung steht. 

 

Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.

 

In meinem Fall fehlen zur Gesamtfinanzierung noch 2.500 Euro. Damit trägt VIA e.V. beispielsweise die Kosten für Unterkunft in einer Gastfamilie und Verpflegung. Daher meine große Bitte an euch: Unterstützt meinen Freiwilligendienst im CEDRO-Kinderheim in Lima mit einer Spende, egal in welcher Höhe! Ich freue mich über jede Unterstützung und werde euch regelmäßig aus Lima in diesem Blog berichten.

 

VIA e. V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Alle Spenden können steuerlich geltend gemacht werden, Anfang des Folgejahres bekommt ihr eine Spendenbescheinigung.

 

Überweisungen bitte an:

 

Kontoinhaber: VIA e. V.

IBAN: DE79 2405 0110 0065 0887 83 

BIC: NOLADE21LBG

Bei der Sparkasse Lüneburg

 

Verwendungszweck: Spende, Euer Name (ggf. Adresse, falls Spendenbescheinigung gewünscht)

Im Einsatz für CEDRO, 03.05.16

Meine Einsatzstelle in Lima wird die Organisation CEDRO sein. CEDRO (= Centro de Información y Educación para la Prevención del Abuso de Drogas) kämpft seit 29 Jahren gegen den Drogenkonsum von Kindern und Jugendlichen und möchte ihnen durch Prävention und Bildung eine Perspektive ohne Drogen geben. Deshalb gibt es viele Aktivitäten für die Jugendlichen, um ihnen zum Beispiel Schulbildung oder eine anregende Freizeit zu ermöglichen. Was werde ich konkret während meines Dienstes tun? Genau weiß ich das natürlich noch nicht. Klar ist schon, dass ich in einem der Casas Hogares arbeiten werde, eine Art Kinderheim für Jungen. Dort werde ich mich sicherlich um die Kinder und Jugendlichen kümmern und zum Beispiel Freizeitprogramme für sie entwickeln. Das kann in den Bereichen Sport oder Theater sein, aber auch in der Vermittlung von Sprachkompetenzen oder Computergrundkenntnissen. Ich kann mir gut vorstellen, den Kindern und Jugendlichen etwas Englisch beizubringen oder auch sportliche Aktivitäten wie Fußball- oder Fitnesskurse zu organisieren.

weltwärts mit VIA, 02.05.16

Mein Freiwilligendienst – eine Art soziales Jahr im Ausland – läuft über die Entsendeorganisation VIA e.V., ein Verein für internationalen und interkulturellen Austausch. Dessen Ziel ist es, internationale Kontakte zu schaffen, Verständnis für andere Kulturen zu wecken und zur Förderung von Toleranz beizutragen. Mein Freiwilligendienst gehört zu den sogenannten „weltwärts“-Programmen. „weltwärts“ ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das BMZ fungiert als Dachorganisation von VIA und vieler anderer Entsendeorganisationen. Da der Dienst für alle kostenfrei ist, sind VIA und „weltwärts“ auf Spenden angewiesen.

Ein Jahr Freiwilligendienst in Peru, 01.05.16

Ab voraussichtlich Anfang September werde ich ein Jahr im Ausland verbringen: in Lima. Ich reise dort aber nicht hin, um ein Jahr Urlaub zu machen, sondern um einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Ich werde bei der ortsansässigen Organisation CEDRO arbeiten, die sich um Kinder kümmert, die aus schwierigen Verhältnissen stammen und beispielsweise Kontakt mit Drogen hatten. Eine große Herausforderung, auf die ich wirklich sehr gespannt bin. Natürlich möchte ich auch so viel wie möglich über das Land und seine Leute lernen. Für mich sind es jetzt nur noch vier Monate, bevor meine großes Abenteuer beginnt. Natürlich werde ich nervös bei dem Gedanken, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Auf der anderen Seite freue ich mich auf die Zeit, die sicher sehr spannend wird. Bestimmt wird es schwierige Phasen geben, vor allem am Anfang. Ich bin mir aber sicher, dass ich von den den Erfahrungen profitieren werde.